10 Februar 2006

Warum ist der Sonnenuntergang rot?

Bei einem romantischen Date wünscht man sich eigentlich nichts Sehnlicheres, als mit seiner Angebeteten an einem schön gedeckten Tisch am Strand bei einem feuerroten Sonnenuntergang zu sitzen. Doch wie entsteht dieser rote Sonnenuntergang, wo das Sonnenlicht doch weiß bzw. gelb ist?

Das Sonnenlicht muss, um überhaupt erst einmal auf unsere Erde zu treffen durch die Atmosphäre, welche die Erde umgibt. Die Atmosphäre ist ein Gemisch aus den verschiedensten Gasen, hauptsächlich jedoch Stickstoff und Sauerstoff, die in Form von Molekülen umherschwirren. Durchquert das Licht unsere Atmosphäre wird es an diesen Luftmolekülen in alle Richtungen gestreut. Sonnenlicht ist weißes Licht und setzt sich somit aus den gesamten Farben des Regenbogens, den Spektralfarben, zusammen. Jede Farbe hat eine unterschiedliche Wellenlänge (Frequenz), angefangen bei sehr kurzwelligem blauen Licht bis hinzu langwelligem roten Licht. Da das blaue Licht kurzwelliger ist, wird es häufiger an den Luftmolekülen gestreut. Wir sehen deshalb keine blaue Sonne, sondern den gänzlich blauen Himmel mit einem gelben Sonnenpunkt (aus weniger gestreuten Farben). Abends legt das Licht aber einen wesentlich längeren Weg durch unsere Atmosphäre zurück. Blaues Licht wird also häufiger gestreut und wir sehen nur noch ein kräftiges Rot aus langwelligerem, weniger gestreuten Licht. Verstärkt wird dieser Effekt noch durch Schmutz- und Staubpartikel in der Luft, an denen das Licht ebenfalls noch mal gebrochen wird. Übrigens lässt sich so ein Sonnenuntergang auch künstlich herstellen. Leuchten Sie einfach mit einer starken Lichtquelle durch ein Glas Wasser, in das Sie langsam Milch hinzugeben und Sie werden an dem Kreis an der Wand eine allmähliche Rotfärbung bemerken.

Beim nächsten Date können Sie nun ihren Blick in die Ferne schweifen lassen und ihrer Angebeteten erklären: "Schatz, was du da Schönes siehst beruht alles auf der Rayleigh Streuung, soll ich sie dir erklären?".

16 Januar 2006

Warum bekommen Pinguine keine kalten Füße, wenn sie den ganzen Tag auf dem Eis stehen?

Kalte Füße als Pinguin wären schon extrem lästig, schließlich gäbe es nicht viele Möglichkeiten dem Abhilfe zu schaffen. Vielleicht etwas auf dem Eis herumwandern oder springen. Einige Menschen meinen auch es helfe in einer Wasserpfütze zu stehen. Aber es kann sich ja wohl hoffentlich jeder vorstellen, dass das auch nicht gerade warme Füße gibt. Was also dann tun? Jeder Körper besitzt einen Blutkreislauf. Das heißt sauerstoffreiches Blut wird aus dem Körper in die Extremitäten gepumpt und sauerstoffarmers Blut fließt wieder in den Körper zur Lunge und zum Herzen zurück. Das rückfließende Blut ist, weil es aus den Beinen oder Armen kommt kälter als das hinfließende. Steht man auf dem Eis, gibt das mit der Zeit mächtig kalte Füße. Bei Wasservögeln umfließt allerdings das warme, vom Körper kommende Blut, die Adern, die das Blut wieder aus den Füßen zum Herzen zurücktransportieren. Somit gibt das warme Blut Wärme an das kalte Blut ab, mit der Folge, das hinfließendes und abfließendes Blut eine gleiche Temperatur haben. Da nun aber kein Temperaturunterschied zwischen hin- und wegfließendem Blut besteht, merkt der Körper nicht, dass die Füße kalt sind. Der Pinguin friert also nicht an den Füßen. Dies soll übrigens auch der Grund dafür sein, warum Pinguine nicht am Eis festfrieren. Sie haben einfach durch den Wärmeaustausch eine niedriegere Gesamttemperatur in den Füßen und können so nicht so leicht Eis schmelzen.

15 Januar 2006

Warum werden Bananen, die aus dem Kühlschrank kommen schneller braun?

Diese Frage stellt man sich spätestens dann, wenn man mal wieder eine Banane vergessen hat zu essen und man nach ein paar Tagen nur noch ein häßliche braunes Etwas in der Hand hat. Spätestens dann kommt man auf die Idee die Banane einfach in den Kühlschrank zu legen. Aber ist das so eine gute Idee? Doch zuächst einmal zu der Tatsache, warum die Banane überhaupt braun wird: Die braune Färbung kommt durch Oxidation zustande. Eine Banane besitzt wie jede Pflanze und jedes Lebewesen Zellen, also auch Zellmembrane. Diese gehen mit der Zeit kaputt. Bei der Banane tritt dann eine Gruppe von Stoffen aus, die Phenolamine genannt werden. Diese treffen dann auf das Enzym Polyphenyloxidase und werden zu einem bräunlichen Stoff umgewandelt. (Übrigens besitzt dieser bräunliche Stoff eine ähnliche Molekulare Struktur wie das die menschliche Haut braun färbende Melanin). Als folge dieses Prozesses wird die Banane braun. Im Kühlschrank werden durch die kälte die Membranen viel schneller beschädigt, denn kälte macht die Membranen porös. Somit kann hier viel schneller eine Oxidation stattfinden. Lässt man die Banane allerdings im Kühlschrank passiert nicht viel. Nimmt man sie aber dann heraus, wird sie wesentlich schneller braun als einer Lagerung im Kühlschrank. Bananen gehören also nicht in den Kühlschrank!

Hallo!

An dieser Stelle will ich in Zukunft versuchen einige Alltagsfragen zu beantworten, die mir so in den Kopf kommen. Ab und zu etwas kurios aber, wie ich denke, doch meist ganz interressant. Ich freue mich auch jederzeit über Verbesserungen, denn ich bin schließlich auch nicht vom Fach und kann mich nur auf meine Recherche velassen. Also viel Spaß mit meinem Blog!